Einsatz, Wille, Leidenschaft: RSV verdient sich Punkt in Aßlar

Einsatz, Wille, Leidenschaft: RSV verdient sich Punkt in Aßlar

Es war wohl mehr Physiotherapeutin Imke Fuchs, die die Aufstellung des RSV beim Gastspiel in Aßlar bestimmte als Trainer Andreas Schulz, das Ergebnis und auch der Weg dorthin konnten sich jedenfalls sehen lassen: Ohne einige Stammkräfte und mit fünf teils erheblich angeschlagenen Spielern auf dem Platz erspielte und erkämpfte sich der RSV, der in den letzten Wochen in puncto Verletzungen und Last-Minute-Gegentoren wahrlich nicht vom Glück begünstigt war, einen mehr als verdienten Zähler beim VfB Aßlar.

Der RSV war zu Beginn das engagiertere Team und hatte VfB-Torjäger Berat Zhegrova über 90 Minuten in Person der starken Innenverteidiger Kevin Dietrich und David Kierok im Griff, der Gegentreffer fiel aber auf der Gegenseite in Minute 18: Über wenige Stationen gelangte der Ball zu Viktor Werigin, der RSV-Keeper Jo Netsch zum 1:0 tunnelte. In der Halbzeitpause musste dann Nils Hendrich angeschlagen das Feld verlassen, immerhin feierte Flo Bunde sein Comeback und belebte das RSV-Angriffsspiel merklich. In einer ausgeglichenen Begegnung mit Gelegenheiten auf beiden Seiten gelang „Kopfball-Ungeheuer“ Tim Waskow der völlig verdiente RSV-Ausgleich (60.). In der Nachspielzeit hätte Bunde den RSV sogar noch zum Dreier schießen können, scheiterte aber an VfB-Schlussmann Wagner.

Fazit: Der RSV trotzte wieder einmal widrigsten personellen Bedingungen und empfängt kommenden Sonntag den momentan starken Aufsteiger aus Aartal. Wer dort aufläuft, liegt wohl eher wieder in den Händen von Imke Fuchs als in denen der Trainer…

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Immerhin einen Punkt auswärts ergatterte nach einer Niederlagen-Serie auch die RSV-Zweite. Beim bisher noch punktlosen Schlusslicht Naunheim II entwickelte sich ein dramatisches Spiel, in dem Andre Menk den RSV in Führung schoss (40.). Der Gast wurde im zweiten Abschnitt von stürmischen Platzherren auf dem völlig falschen Fuß erwischt. Jan Lukas Krüger (55.) glich zum 1:1 aus und verpasste dem Schlusslicht damit eine gehörige Portion Selbstvertrauen. Ahmet Kaya (70.) brachte den Aufsteiger zum ersten Mal in dieser Saison in Front. Als Maximilian Rinn zwei Minuten später das 3:1 nachlegte, war der Heimerfolg für die TuS-Reserve zum Greifen nah. Dass es anders kam, lag zunächst an Shukre Berisha (81.), der mit dem 2:3 für schlotternde Knie in Naunheim sorgte. In der vierten Minute der Nachspielzeit rettete Capitano Benni Dussa seinen Reihen noch einen Zähler.

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