Wetzlar würgt sich weiter: RSV verlangt dem Hessenligisten alles ab

Wetzlar würgt sich weiter: RSV verlangt dem Hessenligisten alles ab

Das hatte sich der – ohne Ausnahme – komplett angetretene Hessenligist vom Wetzlarer Klosterwald sicher einfacher vorgestellt: Mit 3:0 behielt man zwar schlussendlich die Oberhand, musste sich aber über 90 Minuten einer aufopferungsvoll kämpfenden RSV-Truppe widersetzen, die immer wieder geschickt die Räume eng machte und das aktuelle Hessenliga-Schlusslicht kaum zur Entfaltung kommen ließ. Bezeichnend war dabei, dass die hauchdünne 1:0-Führung für die Eintracht durch einen 20-Meter-Freistoßkracher von Volkna Öztürk fiel, bei dem RSV-Keeper Jo Netsch nicht die Spur einer Chance besaß. Das war für die zwar feldüberlegene Eintracht auch der einzige gefährliche Torschuss in Durchngang 1. Der RSV seinerseits beschränkte sich nicht nur aufs Verteidigen, sondern fuhr immer wieder vor allem über Johannes Eckstein und Johannes Märzhäuser gefährliche Konter, aus denen auch ein Treffer entsprang, der allerdings wegen vermeintlicher Abseitsstellung die Anerkennung versagt blieb.

Das Bild änderte sich im zweiten Durchgang kein bisschen: Der RSV, der mit Florian Bunde, Kay Rauber und Tim Waskow sogar noch auf drei absolute Leistungsträger verzichten musste, bot der Mannschaft von Coach Herbert Schäty weiterhin Paroli, musste zwar in der 69. Minute durch Eintracht-„Knipser“ Daniel Beck das 0:2 hinnehmen, kam aber selbst auch zu weiteren Chancen, sodass das 3:0 durch Isaac Ojigwe (89.), der ansonsten – ebenso wie Beck bei Christian Giani – bei Marc Jungbauer in guten Händen war, den Gast schließlich „erlöste“. Der RSV seinerseits knüpfte nahtlos an die starken Vorstellungen der letzten beiden Ligaspiele an und zeigte sich enorm kompakt und kampfstark.

RSV: Jo Netsch – Marc Jungbauer, Benni Haas, Christian Giani – Andy Heiduk (73. Patrick Schwarz), Sven John, Patrick Kania, Jo Eckstein, Alex Steinmetz, Ivan Miocevic (79. Tim Eckhard) – Jo Märzhäuser (58. Senayi Aktas)