Krimi in Sinn: 1. Mannschaft bringt 3:2-Führung mit 10 Mann über die Runden

Krimi in Sinn: 1. Mannschaft bringt 3:2-Führung mit 10 Mann über die Runden

Wer in der 65. Minute einen Blick auf die RSV-Bank warf, konnte dabei beobachten, wie das Trainerduo Andreas Schulz und Thomas Schweizer vollkommen entspannt die Darbietung ihrer Mannschaft bei einer verdienten 3:0-Führung auf dem sehr holprigen Sinner Rasenplatz genoss. Zuvor war der RSV, bei dem Johannes Eckstein nach fast 5-monatiger Verletzungspause sowie Ivan Miocevic ihr Comeback in der Startelf gaben, die technisch bessere Mannschaft, spielte sich mehr Chancen heraus und erzielte im richtigen Moment – kurz nach dem Anstoß und direkt nach der Halbzeit – die Tore.  

Was sich dann allerdings in den letzten ca. 30 Minuten abspielte, bescherte wohl jedem der anwesenden Zuschauer ein verwundertes Augenreiben. Mehr oder weniger aus dem „Off“ erzielte der bis dahin mit 0 Punkten am Tabellenende stehende Gastgeber, dessen Angriffsbemühungen sich fast nur auf das Schlagen langer Bälle beschränkte, das 1:3. Kurze Zeit später verletzte sich RSV-Keeper Merten Marx so schwer, dass er die Partie nicht mehr fortsetzen konnte – und das bei schon erschöpftem Auswechselkontigent seitens des RSV. Die Folgen: Andy Heiduk als Ersatztorwart im RSV-Gehäuse, eine nun bedingslos anrennende Platzmannschaft sowie das Ende der oben beschriebenen Ruhe auf der RSV-Bank.

Doch die RSV-Abwehr hielt stand und brachte, nachdem die Sinner sogar noch zum 2:3-Anschluss kamen, die knappe Führung dank eines starken Andy Heiduk zwischen den Pfosten über die Zeit. Ein ganz wichtiger Dreier, der dem RSV erheblich Luft nach unten verschafft.

RSV I: Merten Marx – Marc Jungbauer, Kay Rauber, David Kierok – Andy Heiduk, Senayi Aktas, Alex Steinmetz, Jo Eckstein, Flo Bunde (60. Tim Eckhard) – Ivan Miocevic (73. Christian Giani), Johann Reisch (62. Jo Märzhäuser)

Tore: 0:1 (3.) Senayi Aktas, 0:2 (46.) Andy Heiduk, 0:3 (58.) Ivan Miocevic, 1:3 (67.), 2:3 (87.)

Mit einer starken Besetzung konnte dank der entspannten Personalsituation der „Ersten“ auch die RSV-Reserve beim zeitgleichen Gastspiel bei Blau Weiß Wetzlar antreten. Und die Truppe von Sascha Meier und Uswe Busse wurde den Erwartungen auch vollkommen gerecht, diktierte das Geschehen auf dem Rasenplatz im Bodenfeld von Beginn an und ließ nie einen Zweifel aufkommen, wer den Platz als Sieger verlassen würde.

Markus Schetzkens – Martin Kozina (65. Lenny Dietrich), Benni Dussa, Luis Haberer (60. Eugen Fischer), Markus Niestroy, Patrick Schwarz, Tim Waskow, Tim Dutschmann, Flo Walther, Sven John, Flo Brust (60. Sebastian Müller)

Tore: 0:1 (2.) Flo Walther, 0:2 (17.) Flo Brust, 0:3 (35.) Tim Dutschmann, 0:4 (40.) Flo Walther, 0:5 (80.) Sebastian Müller, 1:5 (86.)