Wahnsinn ist wahrscheinlich noch übertrieben, wenn man den heutigen Sonntag auf der DrachenGas-Sportanlage in Worte fassen will. Dabei fing eigentlich alles relativ ernüchternd an: Unsere dritte Mannschaft – es war alles für die Meisterschaftsfeier angerichtet – gurkte sich zunächst gegen allerdings tapfere Katzenfurter ein 1:1 hin – Meisterschaft scheinbar vertagt. Dies änderte sich jedoch ca.. 45 Minuten nach Abpfiff, als das Ergebnis der Partie Hohenahr II – Albshausen eintrudeltet. Da der ärgste Konkurrent ebenfalls nur Remis spielte, feierte die Meier-Elf die Meisterschaft dann quasi unter der Dusche. Glückwunsch an Team und Trainer, wir sehen uns kommende Saison in der B-Liga!
Mit dem quasi letzten Aufgebot empfing im Anschluss unsere Reserve den Tabellenführer VfB Aßlar. Und was die Giani-/Galinec-Truppe dort auf das künstliche Grün zauberte , versetzte zumindest den RSV-Anhang in Entzücken. Bereits zur Pause lag man völlig verdient mit 2:0 in Führung, am Ende war der VfB selbst mit dem 6:1-Endstand ehrlicherweise noch gut bedient! Bereits am Donnerstag (19.30 Uhr) empfängt unserer Mannschaft den abstiegsbedrohten TSV aus Blasbach zur nächsten Partie.
Bei bestem Wetter war dann schließlich alles angerichtet für das Topspiel der KOL: Ca. 250 Zuschauer und zwei lautstarke Fanlager sorgten für einen prächtigen Rahmen. Wie quasi fast immer in dieser Runde musste der RSV auch in diesem Spiel auf hohe Qualität verzichten, diesmal fehlten Lukas Walther (gesperrt), Marc Oschwald, Basti Gorek und Ozan Yaman (verletzt) sowie Kapitän Patrick Meisterjahn (privat verhindert). Der RSV legte dennoch los wie die berühmte Feuerwehr und hätte nach zehn Minuten bereits 2:0 führen müssen: Zweimal Paul Zint und einmal Philipp Walliser brachten die Kugel aber frei vor dem Gästetor nicht an Torwart Kuhrti vorbei.
Nach frühen verletzungsbedingten Wechseln berappelte sich Amedspor dann allmählich und übernahm nach etwa 20 Minuten die Spielkontrolle. Der RSV brachte kaum noch Konstruktives Richtung Gästetor, verteidigte aber sehr stark vor allem gegen Amedspor-Tormaschine Mahir Marankoz.
Mit einem leistungsgerechten 0:0 ging es dann in die Kabine, ehe Yaman in der 66. Minute nach einem Standard Amedspor in Führung brachte. Nur wenige Minuten später dann aber der Ausgleich: Maurice Albrecht versenkte einen Handelfmeter zum 1:1. Als wiederum nur kurz danach Philipp Walliser das Spiel mit dem 2:1 komplett drehte, stand die Bezirkssportanlage zum ersten Mal Kopf. Dann eine typische Marankoz-Aktion, der das Leder im Strafraum gekonnt mitnahm und eiskalt verwertete – wiederum Ausgleich!
Als der gute Schiedsrichter vier Minuten Nachspielzeit angezeigt hatte, schienen beide Seiten, mit dem Punkt zufrieden. Doch sie hatten die Rechnung ohne Luis Faber gemacht: Der lange Verteidiger stand goldrichtig am langen Pfosten und schoss die Murmel nach Russo-Freistoß ins Netz! Ende, Aus, der RSV geht mit 4 Punkten Vorsprung vor Amedspor in die letzten vier Partien der Saison!
Bereits am Mittwoch wartet dann der nächste Brocken: Um 19 Uhr git der TSV Bicken dann seine Visitenkarte ab.
