RSV-Kapitäne im Interview! Heute: Tobi Dussa, Capitano unserer „Dritten“

RSV-Kapitäne im Interview! Heute: Tobi Dussa, Capitano unserer „Dritten“

Die Fußball-freie Lockdown-Zeit mit Stoff füllen? Kein Problem! In unserer neuen Serie stellen wir in loser Folge die Kapitäne unserer Fußballmannschaften vor. Allen haben wir in einem Interview dieselben Fragen gestellt. Heute: Tobi Dussa (im Foto rechts), RSV-Urgestein und Capitano unserer dritten Senioren-Mannschaft, die als Neuling in der C-Liga Wetzlar nach vier ausgetragenen Spielen vor der Saisonunterbrechung auf Rang 6 der Tabelle mit Tuchfühlung zur Spitze lag.

  • Hallo Tobi! Wie geht es Dir persönlich in Zeiten des Lockdowns und wie sieht der Alltag zurzeit aus?

Natürlich hat der Lockdown auch Auswirkungen auf meine Lebensgewohnheiten und meinen Alltag. Meistens sind die Wochentage routiniert und gleich. Morgens arbeiten und nachmittags bin ich zuhause und beschäftige mich irgendwie in den eigenen vier Wänden. Ich freue mich immer auf die Wochenenden, wenn Bundesliga angesagt ist! Das ist mein persönliches Highlight der Woche. Es tröstet etwas darüber hinweg, dass die Sonntage auf der Bezirkssportanlage komplett fehlen.

  • Du spielst seit über 27 Jahren beim RSV. Was zeichnet den Verein für dich aus?

Meine persönliche Laufbahn beim RSV begann 1994 als Jugendfußballer und wurde zwischenzeitlich durch ein Intermezzo beim SC Niedergirmes nur kurz unterbrochen. 2015 bin ich dann zurückgekehrt. Viele Vereinsmitglieder kenne ich seit meiner Kindheit und ich bin mit ihnen groß geworden. Ich habe mich auf Anhieb gefühlt, als wäre ich nach Hause gekommen. Es benötigt keine Eingewöhnungszeit, um Teil des RSV zu werden und besonders schätze ich die positive Stimmung im Verein. Man ist füreinander da, auch wenn es mal auf dem Platz nicht so läuft.

  • Was war dein schönster Moment beim RSV?

Ganz klar die Doppelmeisterschaft in der Saison 2016/2017 unserer zweiten und dritten Mannschaft in der B-Liga. Im ersten Jahr nach meiner Rückkehr stiegen wir mit unserer 2.Mannschaft aus der A-Liga ab und hatten mit der Dritten gerade unsere erste Saison überhaupt gespielt. Im darauffolgenden Jahr hat sich dann auch die dritte Mannschaft zu einem richtigen Team entwickelt und auf Anhieb den Titel in der Reservestaffel der B-Liga Wetzlar Süd geholt. Am selben Tag wurde unsere 2.Mannschaft Meister der B-Liga Wetzlar Süd. Über die anschließende Party brauche ich, denke ich, keine Worte zu verlieren.

  • Wie hältst du momentan Kontakt zu deinen Mitspielern bzw. zu deiner Mannschaft?

Wir haben eine WhatsApp-Gruppe, in der wir Kontakt halten und mit einigen Mitspielern treffe ich mich weiterhin privat. Tennisspielen ist unter Einhaltung der Hygiene-Bedingungen erlaubt und war schon vor der Pandemie bei einigen Vereinsmitgliedern sehr beliebt. Mittlerweile wurde ich auch davon angesteckt und fordere meine Mitspieler heraus.

  • Wie hältst Du Dich ohne Mannschaftstraining für einen möglichen Restart der Saison fit?
Mit 35 Jahren hat man eine gewisse Grundfitness erreicht und man ist immer bereit für einen Re-Start. Spaß beiseite, meine sportliche Aktivität hat ohne Fußball-Training sowie geschlossene Fitness-Studios und Schwimmbäder nachgelassen und beschränkt sich momentan wirklich nur auf das Tennisspielen, möglichst einmal die Woche.
  • Sollte die Spielzeit 2020/2021 fortgeführt werden, was ist Dein persönliches Ziel als Spieler und das Saisonziel deines Teams?

Die Spielzeit 2020/2021 startete für alle drei RSV-Mannschaften sehr positiv und es wäre schade, wenn die Saison nicht fortgeführt werden würde. Man hätte einfach keine richtige Abschlusstabelle, die den Erfolg auch ordentlich dokumentiert. Derzeit sehe ich nur das Beenden der Hinrunde als mögliches Konzept, um den Wettbewerb einigermaßen fair zu beenden. Unser Saisonziel in der Dritten ist, denke ich, einfach erstmal wieder Fußball spielen zu können.

  • Mit was beschäftigst du dich außerhalb des Platzes?

Im momentanen Leerlauf investiere ich viel Zeit in meine berufliche Weiterbildung und studiere berufsbegleitend.

  • Welche Wünsche hast du?

Sportlich gesehen habe ich mir immer gesagt, ich möchte nicht mehr mit 40 Jahren auf dem Platz stehen und mich mit deutlich jüngeren (und schnelleren) Gegenspielern messen. Die letzten 1,5 Jahre waren allerdings gerade für unsere dritte Mannschaft sehr unbefriedigend. Es gab viele Spielausfälle und dann die Pandemie. Ich wünsche mir noch mindestens eine Saison ordentlich mit meinem Team zu spielen, um ein Ende für mich persönlich zu finden, mit dem ich zufrieden bin. Das Kapitänsamt trage ich, seitdem es die dritte Mannschaft gibt, und auch das würde ich gerne ordentlich an einen Nachfolger übergeben. Wenn dann noch Platz ist, wünsche ich mir nochmal in einem Ligaspiel einen Elfmeter zu versenken, falls Märze (gemeint ist Torjäger-Legende Johannes Märzhäuser; die Redaktion) mir den Vortritt lässt.

Danke, Tobi, für deine Zeit und das Interview!

In der nächsten Folge: Jannik Benner, Kapitän unserer U17!