Gebrauchter Abend: RSV gibt nach 1:4 im Spitzenspiel Tabellenführung ab

Mit Spannung war das Aufeinandertreffen der im bisherigen Saisonverlauf dominierenden Teams erwartet worden, nach Abpfiff blieb RSV-Coach Andreas Schulz nur zu bilanzieren, dass es „heute sehr deutlich“ gewesen sei und sich die eigenen „Befürchtungen im Vorfeld der Partie bewahrheitet haben.“ So hätten sich im gesamten Spielverlauf die Ausfälle wichtiger Akteure wie Kapitän Patrick Meisterjahn, Bastian Gorek oder Goalgetter Ivan Mioceviv „deutlicher bemerkbar gemacht, als wir es wahrhaben wollten“ – speziell im Spielaufbau habe man auf Seiten der Gastgeber zu fehlerhaft agiert, das frühe 0:1 durch Marcel Merkhardt (5.) im Anschluss an einen individuellen Fehler die Situation zudem verschlechtert. „Die frühe Führung hat uns natürlich in die Karten gespielt, danach haben wir die Partie dann – bis auf einige Minuten vor der Pause – gut kontrolliert“, erinnert sich SSC-Coach Steffen Hardt an eine gelungene Auftaktphase seines Teams, welches dann direkt nach Wiederanpfiff mit einem Doppelschlag durch Philipp Dapper (53.) und Steffen Schneider (54.) für die Entscheidung sorgte: „Das war sicherlich der Genickbruch für Büblingshausen“, ist man in Burg nach einem „im großen und ganzen hochverdienten Sieg“ froh, „seit Jahren mal wieder hier gewonnen“ zu haben. Während Schulz seinem Team „keinerlei Vorwurf“ machen konnte, war sein Gegenüber mit der Leistung seiner Elf vollauf zufrieden: „Im Endeffekt muss man wohl sagen, dass dem RSV die Ausfälle deutlich mehr geschmerzt haben als uns das Fehlen einiger Akteure“ – angetan war Hardt vom „guten Spiel beider Teams“ sowie dem „hohen Tempo der Partie“ und schlussfolgerte, dass „beide Mannschaften zu Recht ganz oben stehen.“ Auf Seiten der Gastgeber, wo am heutigen Abend aus Sicht des Trainers „die Qualität schlicht und einfach nicht für einen Punkt oder mehr gereicht“ hat, will man sich nun „kurz schütteln“ und ist „gespannt, wie wir mit der Situation umgehen“, steht doch am nächsten Spieltag ein richtungsweisendes Auswärtsspiel in Beilstein auf dem Programm: „Wahrscheinlich ist diese Partie für den weiteren Saisonverlauf von deutlich größerer Bedeutung als die heutige, denn dort muss man – wie Burg – gewinnen, wenn man am Ende der Spielzeit oben stehen will.“ In dieselbe Kerbe schlägt dann auch Hardt: „Heute ist absolut nichts entschieden worden, denn die Saison ist noch lang und man muss an jedem Spieltag seine Hausaufgaben machen, vor allem gegen Teams, welche sich – im Gegensatz zum heutigen Gegner – hinten rein stellen und auf Fehler lauern.“ Marcel Merkhardt mit seinem zweiten Treffer des Tages (63.) und Maurice Assmann (82.) sorgten mit ihren Treffern für den Endstand und ein Ergebnis, welches aus Sicht der Platzherren „am Ende ein Tor zu hoch“ ausgefallen sei: „Aber mir ist es wesentlich lieber, wir werden einmal richtig verprügelt, als dass wir zwei- oder dreimal irgendwo Punkte liegen lassen“, hakt Schulz die Niederlage schnell ab – auf Burger Seite ist man nach „einem Duell auf Augenhöhe“ zufrieden, tritt als neuer Tabellenführer die Heimreise an und empfängt nach dem fünften Erfolg in Serie am kommenden Wochenende den Aufsteiger Sechshelden auf eigenem Platz.

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