Allerletztes Aufgebot zeigt Moral – RSV unterliegt in Stadtallendorf mit 0:3

Im Fußball spricht man gerne vom „letzten Aufgebot“. Was der RSV beim Gruppenligaspiel bei Eintracht Stadtallendorf II auf den Platz bringen konnte, durfte getrost als allerletztes Aufgebot bezeichnet werden. Zu den bereits bestehenden Verletzungsausfällen kamen weitere Rückschläge hinzu: Richter fehlte verletzt, Lukas Walter musste nach seiner Gelb-Roten Karte pausieren. Kurzfristig fiel zudem der Torjäger Walliser erkrankt aus. Trotz der 0:3-Niederlage zeigte die stark dezimierte Mannschaft jedoch eine kämpferisch überzeugende Vorstellung.

Die wenigen mitgereisten RSV-Anhänger erlebten auf dem Stadtallendorfer Kunstrasen eine erste Halbzeit, die durchaus Mut machte. Büblingshausen stand defensiv stabil und ließ gegen den Tabellendritten nur wenig zu. Die Gastgeber agierten behäbig und entwickelten kaum Torgefahr. Allerdings blieb auch der RSV offensiv weitgehend harmlos. Die personellen Einschränkungen waren im Angriff deutlich zu erkennen: Es fehlte an Präzision und Durchschlagskraft.

Bezeichnenderweise führte die erste wirklich gefährliche Abschlussaktion der Hausherren zum 1:0. RSV-Keeper Schleiter, der nach einem vierwöchigen Asienaufenthalt wieder das Büblingshäuser Gehäuse hütete, konnte einen Schuss nicht entscheidend abwehren. Der Ball landete ausgerechnet vor den Füßen eines Stadtallendorfers, der zur Führung verwertete. Es blieb die einzige echte Großchance einer ansonsten ereignisarmen ersten Hälfte.

Nach dem Seitenwechsel änderte sich das Bild zunächst nur wenig. Stadtallendorf erhöhte zwar den Druck, erspielte sich gegen die engagiert verteidigenden Gäste aber weiterhin kaum klare Möglichkeiten. Dass der RSV dennoch endgültig auf die Verliererstraße geriet, lag auch an weiteren Unsicherheiten im eigenen Strafraum. Unter anderem ließ Schleiter einen Eckball fallen. Die Gastgeber bauten ihren Vorsprung im zweiten Durchgang auf 3:0 aus. Angesichts der offensiven Harmlosigkeit der Büblingshäuser war damit die Partie entschieden.

Trotz der Niederlage verdient die Einstellung der RSV-Mannschaft ausdrücklich Anerkennung. Kein Spieler ließ sich hängen, alle kämpften bis zum Schluss und stemmten sich gemeinsam gegen die schwierige personelle Situation. Auch nach den weiteren Gegentreffern blieb die Mannschaft geschlossen und bewies Moral. Punkte brachte dieser Auftritt zwar nicht, doch auf diesem Einsatz und Zusammenhalt lässt sich aufbauen.

Am morgigen Sonntag sind die beiden weiteren Seniorenteams gefordert: Die zweite Mannschaft tritt um 15 Uhr in Kölschhausen an, zeitgleich spielt die Dritte in Dornholzhausen. Für die erste Mannschaft geht es am kommenden Samstag, 24. Oktober, um 17 Uhr zu Hause gegen den VfL Biedenkopf weiter. Mit dem Duell gegen einen der Aufstiegskandidaten beginnt für den RSV eine Serie von vier Heimspielen in Folge.

Von admin