Der Heimspieltag auf der DrachenGas-Sportanlage begann für den RSV mit zwei deutlichen Erfolgen. Während die dritte Mannschaft mit 5:0 gewann, feierte die Zweite beim 7:0 ihren ersten Saisonsieg. Zum Abschluss musste sich unsere „Erste“ dem ambitionierten SV Bauerbach trotz einer ordentlichen Leistung mit 2:4 geschlagen geben.
Den Auftakt machte unsere dritte Mannschaft gegen das noch punktlose B-LigaSchlusslicht SG Altenkirchen/Bonbaden/Neukirchen. Der RSV kontrollierte die Begegnung und erzielte seine Treffer in schöner Regelmäßigkeit.
Leon Giani brachte die Gastgeber in der 23. Minute in Führung. Nur drei Minuten später erhöhte Michael Matic per Foulelfmeter auf 2:0. Raul Nastasa sorgte in der 37. Minute für den 3:0-Pausenstand. Nach dem Seitenwechsel traf zunächst Liam Felber (50.), ehe Giani mit seinem zweiten Tor den 5:0-Endstand herstellte (70.).
Befreiungsschlag für die zweite Mannschaft
Deutlich mehr Brisanz versprach die anschließende A-Liga-Begegnung zwischen dem vorletzten RSV II und dem Tabellenletzten TSV Blasbach. Im zweiten Spiel unter der Leitung von Ivan Galinec gelang der Büblingshäuser Reserve mit dem 7:0 ein echter Befreiungsschlag.
Ausgerechnet der ehemalige Blasbacher Torjäger Marc Oschwald eröffnete bereits in der vierten Minute den Torreigen. In der 16. Minute legte er seinen zweiten Treffer nach und stellte damit früh die Weichen auf Sieg. Nach der Pause blieb der RSV torhungrig: Cheikh Cherif erhöhte in der 51. Minute auf 3:0, ehe Oschwald mit seinem dritten Treffer seinen persönlichen Dreierpack schnürte (68.).
In der Schlussphase brachen bei den Gästen endgültig alle Dämme. Florian Brust (76.), Moayad Sabsabi (84.) und Tim Eckhard (89.) schraubten das Ergebnis auf 7:0. Mit dem auch in dieser Höhe verdienten ersten Saisonsieg stellte der RSV II den Anschluss an das untere Tabellenmittelfeld her.
Erste bietet Bauerbach lange Paroli
Mit Spannung erwartet wurde zum Abschluss die Gruppenliga-Partie gegen den ambitionierten SV Bauerbach. Die Gäste reisten mit Sonny Kittel an, der in seiner Profikarriere unter anderem für Eintracht Frankfurt, den FC Ingolstadt und den Hamburger SV spielte.
Bauerbach startete wie die Feuerwehr. Bereits in der vierten Minute brachte eben jener Sonny Kittel die Gäste in Führung. Nur wenige Minuten später erhöhte sein Bruder Sammy mit einer sehenswerten Direktabnahme auf 2:0. Nach diesem frühen Schock fand der RSV jedoch zunehmend besser in die Begegnung. Die Gastgeber gestalteten die Partie nun ausgeglichen, konnten sich bis zum Halbzeitpfiff aber noch nicht mit einem Treffer belohnen.
Nach der Pause erwischte der RSV den perfekten Start: Der eingewechselte Paul Zint verwertete eine schöne Vorarbeit von Philipp Walliser zum 1:2. In der 57. Minute wurde Keanu Heubel im Bauerbacher Strafraum elfmeterreif zu Fall gebracht. Walliser übernahm die Verantwortung und verwandelte sicher zum zu diesem Zeitpunkt verdienten 2:2.
Anschließend entwickelte sich eine völlig offene Partie, in der der RSV eine gute Leistung zeigte und sogar die klareren Möglichkeiten besaß. Die kalte Dusche folgte jedoch nach einer Standardsituation: Der reaktivierte Bauerbacher Stürmer Andreas Schoch war zur Stelle und brachte die Gäste erneut in Führung.
Trotz des Rückstands übernahm der RSV wieder die Spielkontrolle und besaß mehrere Riesenchancen auf den Ausgleich. Tasiel Gekas Jurado scheiterte freistehend vor dem Bauerbacher Torhüter und nur wenige Minuten später nochmal am Pfosten. Der ebenfalls eingewechselte David Reusing sowie Ben Richter trafen jeweils ebenfalls nur das Aluminium. In der 92. Minute fiel schließlich die endgültige Entscheidung, als Justin Schönknecht eine Bauerbacher Hereingabe unglücklich ins eigene Tor lenkte.
So stand am Ende eine 2:4-Niederlage, die den Spielverlauf nur unzureichend widerspiegelte. Der RSV bewies erneut, dass er in der Gruppenliga angekommen ist und auch mit einem hochkarätig besetzten Gegner wie Bauerbach mithalten kann. Was noch fehlt, sind Abgeklärtheit und Souveränität in einigen entscheidenden Situationen – insbesondere bei Standards.
(Fotos: Klaus Stein)
