WM 24-28. Februar 2016 Klobenstein

WM Titelverteidigung verpasst, Bronze gewonnen

Der Traum, der Verteidigung des WM Titels, wurde für die Deutschen Damen um Rebecca Jüngel, im Halbfinale von Gastgeber Italien beendet.

Die Vorrunde begann am Mittwoch bei strahlendem Sonnenschein, auf dem Sonnenplateau in Klobenstein am Ritten. Südtirol zeigte sich von seiner schönsten Seite. Dem schlossen sich die Deutschen Damen an und spielten eine überzeugende Vorrunde. Ohne Niederlage schloss man mit 18:0 Punkten ab, führte die Tabelle vor Österreich (14:4) und Italien (14:4) an. Freitags dann die Rückrunde, die mit einer deutlichen Niederlage gegen die wiedererstarkten Österreicherinnen begann. Die Italiener nach einer Mannschaftsumstellung um einiges stärker machten deutlich wer die Hausherrinnen sind und das ein Sieg nur über sie gehen würde. Das deutsche Team fing sich wieder und konnte die anschließenden Spiele für sich entscheiden. Im letzten Spiel kam es dann zum erwarteten Showdown gegen Italien. Die Gastgeberinnen, in der Rückrunde noch mit einer weißen Weste und zwei Punkten Rückstand auf Deutschland, spielten stark auf und brachten den Deutschen Mädels die zweite Niederlage bei. Beide Teams jetzt mit 28:4 Punkten an der Spitze des Feldes, lediglich die bessere Quote brachte Deutschland Rang 1 vor Italien.

Österreich, die Niederlagen gegen Italien, Tschechien und Slowenien einstecken mussten landeten mit 24:10 Punkten auf Rang 3. Der letzte Halbfinalplatz wurde von Slowenien und Tschechien hart umkämpft, am Ende schaffte es Tschechien mit 16:16 Punkten. Im Page off Halbfinale spielt Platz 1 gegen Platz 2 um den direkten Einzug ins Finale, der Verlierer spiel dann gegen den Sieger aus Platz 3 gegen Platz 4 um den zweiten Final Platz.

So kam es dann am Sonntag, dem Endspieltag erneut zum Duell mit Italien um den direkten Einzug ins Finale. Hier zeigten beide Mannschaften ein gutes Spiel, doch am Ende setzten sich die Italienerinnen mit 28:26 denkbar knapp durch und standen als erster Finalist fest.

Deutschland musste nun gegen den Sieger aus Tschechien gegen Österreich ran, um den zweiten Finalplatz zu erreichen. Der Gegner hieß Österreich, die sich mit 46:12 deutlich gegen Tschechien durchsetzten. Die deutschen Mädels begannen stark und holten sich einen kleinen Vorsprung heraus, der aber nicht lang halten sollte. Durch taktische Fehler verspielten sie noch den sicher geglaubten Einzug ins Finale und mussten sich mit der Bronzemedaille zufriedengeben. Das Endspiel zwischen Italien und Österreich wurde dann zu einem echten Krimi, erst in der letzten Kehre konnten sich die Südtirolerinnen den Titel holen und wurden am Ende verdient Weltmeister.

V.l.n.r: Ulrike Lachenmayer, Regina Gilg, Rebecca Jüngel, Stefanie Seebauer, Maria Dialler

(RR)